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chija in fannish_chi

041. Fiction: Dein Freund und Helfer

Dein Freund und Helfer
Original: Schalmeienklänge (mine) | Feobar, der Gevatter | should I still put a death warning in? PG-13 | german | 228 words

An einem kühlen Herbstabend kam der Spielmann zum Tod. Was den Tod, gelinde gesagt, irritierte.
„Was willst du? Du hast noch drei Jahre.“
Feobar verschränkte die Arme und lächelte die alte Frau an, die neben dem Tod stand und zugleich auf dem Bett lag und ihn verwirrt musterte, weil der Tod ihr gerade versichert hatte, dass nur sie ihn in diesem Moment sehen konnte, und weil sie sich nicht erklären konnte, wie der Mann mit den milchweißen Augen überhaupt etwas sehen konnte.
„Keine Sorge, dass ist nur mein Spielpartner“, sagte der Tod und Feobar wusste nicht ganz, ob er über diese Bezeichnung erfreut oder verärgert sein sollte. „Also?“
„Ich wollte dich um etwas bitten.“
„Mich?“
„Dich.“
„Meinst du nicht, du stehst schon tief genug in meiner Schuld?“
Feobar zuckte die Schultern. „Beim nächsten Mal wählst du das Spiel.“
„Gut.“ Hätte er geatmet, hätte der Tod wohl geseufzt.

Als sich Feobar die Augen rieb, war die alte Frau verschwunden und Tod saß auf einem Stuhl neben ihrem Bett. „Ich wiederhole mich ungern. Also?“
„Und ich bitte ungern. Es geht um meine Schwester.“

Mein geliebter Bruder,

als ich es kaum mehr zu hoffen gewagt habe, ist ein Wunder passiert: All unsere Schafe sind plötzlich wieder gesund geworden. Mit der Wolle ist der Hof für ein weiteres Jahr gerettet.
Ich hoffe, du kommst bald wieder nach Hause.

In Liebe,

dein Schwesterherz.

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